Vertreibung
November 2007
Die Germanen hatten es sich in den schönen deutschen Eichenwäldern gemütlich gemacht und lebten in Einheit mit der Natur. Sie waren in Stämmen organisiert, tranken bei ihren unzähligen Ritualen gerne Bier und verehrten viele Götter und Waldgeister. Es gab bei den Germanen keinen Chef, dem alle gehorchen mussten. Jeder Stamm hatte seine eigene Meinung und konnte tun, was er wollte. Machtmonopole und Zentralismus waren den Germanen zuwider, wie auf Erden, so auch im Himmel. Dann tauchten die Römer auf und mit ihnen die Zivilisation. Jetzt wurde viel Holz geschlagen, für Kastelle und Häuser, Ackerbau und Heizbedarf einer wachsenden Bevölkerung. Der schöne Wald schwand allmählich dahin, mit ihm verloren die Germanen ihre Ursprünglichkeit und natürliche Freiheit. Wehmütig und grübelnd zogen sie sich in ihre Stuben zurück, die sie von innen mit Holz verkleideten, wegen der Gemütlichkeit und wegen des Waldgefühls. Von der alten Ordnung der Germanen blieb nicht viel übrig, aber immerhin schafften sie es, ihr geliebtes Bier mit dem Reinheitsgebot gegen fremde Einflüsse zu verteidigen.




