2. Das Prinzip muss lauten: Alle für einen - einer für alle
Das Ruhrgebiet ist eine völlig andere Region als die Rheinschiene. Kulturell, wirtschaftsstrukturell, geografisch und historisch, erst recht hinsichtlich des Selbstverständnisses der Menschen. Es zeichnet sich ja mittlerweile auch ab, dass NRW aus drei Teilen, drei Clustern besteht, nämlich Westfalen, Rheinland und Ruhrgebiet. Diese Eigenständigkeit und eigene Identität des Ruhrgebietes gilt es zu pflegen und sichtbar zu machen.
Wenn das Ruhrgebiet international registriert werden möchte, geht das nur über den Weg der Konzentration und Fokussie-rung. Die Städte können es sich nicht leisten, parallel ein Image von Essen, Bochum, Oberhausen und dem Ruhrgebiet insgesamt zu pflegen. Es geht nur nach dem Prinzip „alle für einen, einer für alle". Sie müssen ein Konto bilden, auf das alle Attraktionen, Sensationen und Leistungen des Ruhrgebietes einzahlen, unabhängig davon, ob sie nun in Herne oder in Mülheim stattfinden.
Zu bedenken ist dabei: Dieses Konto existiert nur außerhalb Deutschland in den Köpfen der Amerikaner, Japaner, Koreaner und so weiter. Für die Menschen hier vor Ort ändert sich nichts, die Unterschiede zwischen Essen und Bochum bleiben unverändert bestehen. Nur wenn ich aus Denver oder Säo Paulo Richtung Deutschland schaue, dann muss ich einen großen Leuchtturm hier im Ruhrgebiet erkennen können, gleich neben dem Leuchtturm Düsseldorf, und die Differenzierungen innerhalb dieses Leuchtturms sollten tunlichst verschwimmen, weil ich sie aus der Ferne ohnehin nicht erkennen kann.



