Metropolen 2020 - Laboratorien der Moderne
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- Die Metropolen werden wachsen, ihre physische und wirtschaftliche Form verändern und sich zu komplexen territorialen Systemen entwickeln, die sich im Hinblick auf Mobilitätsmuster, neu entstehende soziale Segregation und vielfältige Formen von Elend, Verbrechen und sozialen Verwerfungen neuen Widersprüchen gegenüber sehen. Dieser Wandlungsprozess bedeutet eine große Herausforderung an Stadtentwicklung und Regierbarkeit.
- Die Metropolen der Moderne beruhen auf ihrer Wirkung als kulturelles Zentrum. Sie sind Modelle, Leitbilder, die Orientierung geben. Metropolen sind Orte – gleichsam mentale Magnete – auf die sich Sehnsüchte, Hoffnungen und Phantasien von vielen richten. Sie waren und sind aber auch Kristallisationspunkte der Ängste gegen die Modernisierung. Metropolen sind also Projektionen einer mentalen Geographie und verkörpern das symbolische Versprechen der Möglichkeiten, die „die neue Zeit“ bieten wird.
- Die Metropolen werden zu Bühnen der internationalen Aufmerksamkeitsökonomie, die Innovationen der Wirtschaft, Kultur und Lebensstile präsentieren. dabei wird die Produktion und Inszenierung kultureller Innovationen im Mittelpunkt stehen
- Die Kreativität wird zum entscheidenden Standortfaktor der Metropolen. Ein neues dichtes Cluster von kreativen Milieus und Symbolanalytikern wird sich entwickeln.
- Die Metropole ist die effizienteste Organisationsform für Kreativitätscluster. Das kreative Milieu besteht aus einer dichten Netzwerk von Beziehungen, die ein lokales Produktionssystem mit diversen Akteuren und Repräsentationen und einer Industriekultur vereint, die einen lokalen und global vernetzten dynamischen Prozess kollektiven Lernens organisieren.



