Heute: Strategien der Identitätsbildung am Beispiel deutsch
Thu 31 Jan 2008
Winnetou, eine bekannte Projektion deutscher Wunschidentität, lebt in Einheit mit der Natur und trotzdem sehr ordentlich, wie die stets saubere Lederkluft beweist.
Sein Pferd ist schneller und wendiger als die anderen, freie Fahrt für Winnetou. Wenn es Schwierigkeiten gibt, tüftelt er einen Plan aus, den er dann präzise abarbeitet und der vor allem auch funktioniert. Er ist der Heimat verbunden und kämpft für die Interessen seines Stamms. Winnetou denkt föderalistisch, aber er hat auch eine übergeordnete Vision: diese wunderbare Naturlandschaft darf nicht zerstört werden von irgendwelchen Irokesen oder Männern in kleinkarierten Hemden. Winnetou, ein deutscher Romantiker, den Rüdiger Safranski in seiner Monographie zu erwähnen vergaß (1), erzählt uns eine kleine Geschichte deutscher Identität, sehr viel über deutsche Sehnsucht.
Auf solchen Geschichten, auch Ritualen, weniger auf Begriffen, beruhen Identitäten, denn sie sind ja nichts Statisches, Unwandelbares, sondern sehr lebendig, ganz gleich, ob eine Person, eine Marke, eine Institution oder ein Land gemeint sind. Ohne die Grünen wäre Winnetou vielleicht aus der Mode gekommen, nur mal zum Beispiel. Aber die Deutschen wären nicht die Deutschen, wenn sie ihre eigene Identität nicht auch systematisch zu fassen versuchten. In Ermangelung einer gesunden nationalen Geschichte muss diese gemeinsame Identität letzlich konstruiert werden wie in der Markenlehre. Es entstehen Listen mit Stichworten zu deutscher Identität. Strategisch geht es bei diesem Anliegen darum, die Listen auf drei bis fünf Kernbegriffe reduzieren zu können, irgendwann. Das Ziel wäre erreicht, die Kommunikation geglückt, wenn alle Deutschen das Deutschsein mit fünf Kernbegriffen verbinden würden, am liebsten natürlich solchen, die das Sollimage, die Wunschidentität zum Ausdruck bringen. Wenn es um Erkenntnis und Aufklärung gehen soll, führt eine solche Strategie natürlich in die Irre, siehe das chinesische Strategem Nr. 16: will man etwas fangen, muss man es zunächst loslassen (2). Mit begrifflichen Festsetzungen werden Identitäten allenfalls kaltgestellt.
Deduktive Ansätze können auch schlecht funktionieren, wenn etwas Besonderes, in diesem Fall das Deutsche, beschrieben werden soll. Mit dieser Methode kommt man nicht viel weiter als bis zu Ordnung, Sauberkeit und Gemütlichkeit. Wer der Wahrheit auf der Spur ist, sollte schon vom Besonderen zum Allgemeinen kommen, das heißt nicht das Deutsche als Besonderes setzen und durch Analyse in allgemeinen Prinzipien zerlegen, sondern das Deutsche als Allgemeines verstehen und im Besonderen zeigen. Zum Beispiel im Dübel oder mit Hilfe des Preiser Modellfigurenkatalogs. Oder anhand der Reinigungssysteme von Kärcher, um nur drei weitere valide Spuren jenseits von Winnetou aufzuzeigen. Induktive Strategien sind übrigens auch in der Welt der Marken langfristig erfolgreich, siehe Nivea, Oetker, Virgin. Aber ich sehe schon, sie sind Deutscher, halten lieber etwas Belastbares und Eindeutiges in der Hand als vielgestaltige Bedeutung. Nun denn, hier ist meine beste Liste, nach Durchsicht von 50 Büchern zum Thema und auf Basis der Forschungsprojekte von Identiy Foundation (3) und meinem Seminar D SIGN (4):
Ordnung, Genauigkeit, Perfektionsstreben, Regulierungssucht. Zweifel, Rastlosigkeit, Innerlichkeit, Weltschmerz. Maschinen, Bier und Brot, Wurst und Wald. Grübeln, Tüfteln, Werkeln, Erzgebirge, Schwäbische Alb. Föderalismus, Gemütlichkeit, Heimat, Kitsch. Weltmeister und Weltmeisterkomplex, Systematik und Umwelttechnologie, Automobil und Freiheit. Mittellage, bis auf Bayern. Alpen, Rhein, Sachsen. Bosch, Diesel, Daimler, Kant, Luther, Bach. Nietzsche, Wagner, Hitler, Kärcher und Gardena. Joseph Beuys und Gerhard Richter.
Das ist eine deutsche Collage. Aber eine Collage ist kein Gedankengebäude, keine Einheit des Gedankens, keine Geborgenheit in kausaler und chronologischer Ordnung. Das ist ebenso unbefriedigend wie das Zurechtstutzen immerhin der Vielfalt der Begriffe auf einen erwünschten Markenkern. Die Deutschen sind wieder mal in der Klemme. Nahezu alle Strategien der Identitätsbildung sind fehlgeschlagen. Eine schöne Ausgangsposition, um sich weiter den Kopf zerbrechen zu können.
Ein narratives Angebot zur deutschen Identität finden Sie auf www. zedelwerk.com unter: Identität: Kurze deutsche Geschichte.
(1) Rüdiger Safranski: Romantik. Eine deutsche Affäre.
München 2007.
(2) Siehe dazu: Harro von Senger: 36 Strategeme für Manager.
S. 134. München, Wien 2004.
(3) siehe dazu die Studie zur deutschen Identität auf
www.identiy-foundation.de.
(4) Seminar WS 2007/2008 an der FH Düsseldorf, FB Design gemeinsam mit Wilfried Korfmacher.







Genau so ist es. Und wie Matthes richtig bemerkt, der Collage fehlen weitere Konstanten nach 1945. Die legitimen Nachfolger von Winnetou und Nscho-Tschi sind doch Günter Jauch und Steffi Graf als die beliebtesten Deutschen 2007. Dicht gefolgt von Tine Wittler, die die deutsche Identiät mit großem Einsatz in vier Wände packt. Das erklärt doch so einiges über unsere Wünsche. Was aber in der bisherigen Diskussion noch zu wenig beleuchtet wird, ist das deutsche Wesen geprägt von der deutschen Landschaft. Aufschlußreiches gibt es hierzu bereits 1938 von Karl Scheffler in den Blauen Büchern: "Die deutsche Dezentralisation und auch die tiefgreifende konfessionelle Spaltung sind eine Kulturspaltung. Diese geographische Eigenart hat den Deutschen schrankenlos und eigenbrötlerisch gemacht, weltbürgerlich, aber auch geneigt zur stammeshaften Absonderung. In ihm liegen hart nebeneinander dieselben Gegensätze, die in der deutschen Landschaft sind: Meer, Ebene und Gebirge". Oder in personam: Dieter Bohlen, Sido und die Kastelruther Spatzen. Da hat man es eben deutlich einfacher, wenn man sich nur nach Mekka ausrichten muss und alles ist paletti.
Der Holzweg
So wie Heidegger den Holzweg beschrieb, befand er sich auf dem selben, zumindest aus der Sicht des Widerparts namens Old Schatterhand, zumindest ist dies zu vermuten. Denn Blutsbrüderschaft ohne identische Nationalität hat immer etwas Verruchtes an sich, zumindest in der Hoffnung, der Globalisierung zu entgehen, zum Beispiel mit dem Mittel des Karnevals. Zu klären wäre, welche Spiegelneuronen (siehe Franz Ruppert, Seelische Spaltung und innere Heilung, Klett-Cotta) stehen den Phänomenen wie Winnetou und aktuell Robert Koch tatsächlich zur Verfügung. In der Aufstellung der Nation, die in diesem Falle als Familie zu betrachten wäre, hätten beide bestimmt die Gelegenheit, ihre traumatischen Erfahrungen in das Gesamtbild Deutschland zu integrieren. Ob das der Natur diente, ist allerdings anzuzweifeln.
Schon Susan Geason schreibt in ihrem Werk Buschfeuer, Heyne 1998, ....."Ich muss herausfinden, was mich so erschreckt hat, dass ich es verdrängt habe. Ich kann mich nicht mehr selbst behandeln: Ich brauche professionelle Hilfe" (Seite 31) . Im Zeitgeist von Nokia, der Deutschen Bahn und der Fussballnationalmannschaft könnte, im entsprechenden Kontext, der Begriff "Hilfe" zu einer Marke werden. Angelegt als globalisierter Eintopf gäben sämtliche Winnetous nicht nur ihren Senf (möglichst von Löwen), sondern auch noch ihr Salz der frommen Denkungsart dazu. Die deutsche Note wäre diktiert.
Vileda wäre der adäquate Partner für fleckenfreundliche Lendenschürze und, wer machte die Donnerbüchse?
Jürgen Vogdt, Rheinisches LichtWerk
Winnetoutopie
Hugh, er hat gesprochen. Und vielleicht ist das fehlende happy end ja gerade der Knackpunkt der deutschen Geschichte. Während wir uns hierzulande so gerne den Kopf zerbrechen, machen sich unsere Freunde in aller Welt gar keinen. Jedenfalls nicht über ihre Nationalromantik. Aufsatteln, Winnetou. Wie heißt es doch in dieser melanchlisch-teutonischen Ballade von Thommie Bayer:
---
Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh
Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh
Das waren Zeiten, als wir trävelten
von town zu town, von Fraun zu Fraun im Morgengrau'n.
Das waren Zeiten, als wir trämpten
von Rockwell nach Southampton
und von Paderborn zum Matterhorn.
Einsam und immer unterwegs knabbert er den letzten Keks.
Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh und sucht die Freiheit irgendwo, irgendwo.
Er sucht die Freiheit in der Steppe, wo der Wind um seine Beine spült.
Er fühlt sich nie so richtig glücklich, außer wenn er sich alleine fühlt.
Wenn ihn die Frau'n von hinten seh'n, woll'n sie vor Sehnsucht fast vergeh'n.
Doch er geht weiter Richtung Westen, ohne sich jemals umzudreh'n.
Einsam und immer unterwegs knabbert er den letzten Keks.
Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh und sucht die Freiheit irgendwo, irgendwo.
Wenn er nach jedem Abenteuer an seinem Lagerfeuer sitzt
und sich schon wieder eine Kerbe in den Griff von seinem Messer schnitzt,
dann denkt er: War das nun Korinna, oder hieß die doch Hélène??
Ja, so geht es einem Cowboy, der seine Mutter nie geseh'n.
Er öffnet still die Dose Rindfleisch, die nach Steppengräsern schmeckt.
Er ist der Cowboy uns'rer Tage, der in jedem von uns steckt.
Einsam und immer unterwegs knabbert er den letzten Keks.
Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh und sucht die Freiheit irgendwo, irgendwo.
Ob auf dem Rücken eines Hengstes, ob im Sattel einer Honda:
Freiheit ist nicht nur für John Wayne da, oder Peter Fonda!
Um den letzten Cowboy wird es still, und im Saloon von Gütersloh...
(gesprochen:)
sitzt er vor einem Glase Bier und raucht heimlich diese Zigarette, wo der Mann das weiße Pferd fängt, und dann setzt er sich erst mal hin und raucht eine, und das Pferd ist natürlich wunderschön, ganz weiß und hat so eine lange Mähne, und dann schaut ihn das Pferd so komisch an, und da wird er ganz verlegen, und dann geht er hin und macht das Lasso ab und läßt das Pferd frei, weil er sowas versteh'n kann!
Einsam und immer unterwegs knabbert er den letzten Keks.
Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh und sucht die Freiheit irgendwo, irgendwo.
---
Ach, Gütersloh!
Bertelsmann-City!
Miele-Metropole!
Marlboro-Country!
Irgendwo!
es gilt doch wohl in bezug auf das deutschsein ein ähnlicher gedanke wie jener von marx, daß alle kritik mit der kritik der kirche beginne, für jemanden der, welchen umständen es auch geschuldet sein mag, einen hang zum denken verspürt, ist die kritik am "deutschen" einer der punkte, an dem denken ansetzen kann, um zu einem wichtigen ergebnis zu gelangen, nämlich, daß denken prozess, entwicklung bedeutet, und nicht zu einem abschließenden ergebnis, einer endgültigen kategorie führt, nach deren erkenntnis es sich bequem zurücklehnen lässt bei einem glaserl wein.
wenn auch die beurteilung spezifisch deutscher eigenschaften, welche unabhängig von den bedingungen des kapitalismus stattfindet, per se unvollständig ist, sieht sich ein kritischer mensch gerade das typisch deutsche mit zwei offenen augen skeptisch an. zu diesem thema ist bereits viel richtiges und gutes gesagt und geschrieben worden, daß ich mich hier nicht weiter überheben will.
das indianer eher naturverbundene barbaren waren als edle saubermänner, wenn auch, einem ideal
der umweltbewegung entsprechend, um den erhalt natürlicher resourcen bemüht, entschuldigt nicht die
barbarei ihrer vernichtung durch den "weißen mann". sollen die wild west märchen karl mays mitsamt
ihrer romantischen verklärung ihren platz in den bücherregalen deutscher kinderstuben behalten, im
roman fatherland von robert harris läßt sich über das deutschsein mehr lernen als bei may, was auch der grund sein mag dafür, daß sich anfangs kein verleger in deutschland finden ließ.
Dat is Deutsch!
Theorie ist gut, die Praxis meistens besser. Während Winnetou noch seiner eigenen Identität hinterher reitet, haben andere sie schon gefunden. Und wo? Im Ruhrgebiet - in Duisburg. Und warum? Weil man hier schon immer schonungslos, offen und ehrlich Klartext gesprochen hat. Ein schönes Beispiel hat die Band "Die Bandbreite" mit dem Song "Dat is Duisburg" auf YouTube veröffentlicht.
Musikalische Identitätsbildung für jede Stadt Deutschlands. Das wäre doch mal ein Projekt!
Great article!
Three months ago I moved to the US temporarily and since then the question of “What is German?” has never been so vivid and present in my life. Friends question you about being German and - being homesick at times makes you wonder what is it that I miss and why.
And to no surprise the things I miss are almost entirely listed: Gemuetlichkeit, Innerlichkeit, Melancholie ... . The other day I found two lists of great Germans made up by German teachers. The list was to be used in class for High School students who study German. All those names mentioned in the article were in there but the lists stopped short after 2. World War! Modern Germany in terms of identity is not that present in the US with the exception of German Economy and Export.
Germany and “das Deutsche” – despite the political turmoil between the administrations in the last 8 years – is still in high esteem because of Bach, Luther, Genauigkeit, Ordnung, the love to analyze (one thing I miss in the list) and that will not change. So from the perspective of Americans the “Collage” is more than a patchwork or a mind construct. It is the real thing; it can’t get any better so do not analyze it to death.
Matthes
Genau so ist es. Und wie Matthes richtig bemerkt, der Collage fehlen weitere Konstanten nach 1945. Die legitimen Nachfolger von Winnetou und Nscho-Tschi sind doch Günter Jauch und Steffi Graf als die beliebtesten Deutschen 2007. Dicht gefolgt von Tine Wittler, die die deutsche Identiät mit großem Einsatz in vier Wände packt. Das erklärt doch so einiges über unsere Wünsche. Was aber in der bisherigen Diskussion noch zu wenig beleuchtet wird, ist das deutsche Wesen geprägt von der deutschen Landschaft. Aufschlußreiches gibt es hierzu bereits 1938 von Karl Scheffler in den Blauen Büchern: "Die deutsche Dezentralisation und auch die tiefgreifende konfessionelle Spaltung sind eine Kulturspaltung. Diese geographische Eigenart hat den Deutschen schrankenlos und eigenbrötlerisch gemacht, weltbürgerlich, aber auch geneigt zur stammeshaften Absonderung. In ihm liegen hart nebeneinander dieselben Gegensätze, die in der deutschen Landschaft sind: Meer, Ebene und Gebirge". Oder in personam: Dieter Bohlen, Sido und die Kastelruther Spatzen. Da hat man es eben deutlich einfacher, wenn man sich nur nach Mekka ausrichten muss und alles ist paletti.
Great article!
Three months ago I moved to the US temporarily and since then the question of “What is German?” has never been so vivid and present in my life. Friends question you about being German and - being homesick at times makes you wonder what is it that I miss and why.
And to no surprise the things I miss are almost entirely listed: Gemuetlichkeit, Innerlichkeit, Melancholie ... . The other day I found two lists of great Germans made up by German teachers. The list was to be used in class for High School students who study German. All those names mentioned in the article were in there but the lists stopped short after 2. World War! Modern Germany in terms of identity is not that present in the US with the exception of German Economy and Export.
Germany and “das Deutsche” – despite the political turmoil between the administrations in the last 8 years – is still in high esteem because of Bach, Luther, Genauigkeit, Ordnung, the love to analyze (one thing I miss in the list) and that will not change. So from the perspective of Americans the “Collage” is more than a patchwork or a mind construct. It is the real thing; it can’t get any better so do not analyze it to death.
Matthes
Dat is Deutsch!
Theorie ist gut, die Praxis meistens besser. Während Winnetou noch seiner eigenen Identität hinterher reitet, haben andere sie schon gefunden. Und wo? Im Ruhrgebiet - in Duisburg. Und warum? Weil man hier schon immer schonungslos, offen und ehrlich Klartext gesprochen hat. Ein schönes Beispiel hat die Band "Die Bandbreite" mit dem Song "Dat is Duisburg" auf YouTube veröffentlicht.
Musikalische Identitätsbildung für jede Stadt Deutschlands. Das wäre doch mal ein Projekt!
es gilt doch wohl in bezug auf das deutschsein ein ähnlicher gedanke wie jener von marx, daß alle kritik mit der kritik der kirche beginne, für jemanden der, welchen umständen es auch geschuldet sein mag, einen hang zum denken verspürt, ist die kritik am "deutschen" einer der punkte, an dem denken ansetzen kann, um zu einem wichtigen ergebnis zu gelangen, nämlich, daß denken prozess, entwicklung bedeutet, und nicht zu einem abschließenden ergebnis, einer endgültigen kategorie führt, nach deren erkenntnis es sich bequem zurücklehnen lässt bei einem glaserl wein.
wenn auch die beurteilung spezifisch deutscher eigenschaften, welche unabhängig von den bedingungen des kapitalismus stattfindet, per se unvollständig ist, sieht sich ein kritischer mensch gerade das typisch deutsche mit zwei offenen augen skeptisch an. zu diesem thema ist bereits viel richtiges und gutes gesagt und geschrieben worden, daß ich mich hier nicht weiter überheben will.
das indianer eher naturverbundene barbaren waren als edle saubermänner, wenn auch, einem ideal
der umweltbewegung entsprechend, um den erhalt natürlicher resourcen bemüht, entschuldigt nicht die
barbarei ihrer vernichtung durch den "weißen mann". sollen die wild west märchen karl mays mitsamt
ihrer romantischen verklärung ihren platz in den bücherregalen deutscher kinderstuben behalten, im
roman fatherland von robert harris läßt sich über das deutschsein mehr lernen als bei may, was auch der grund sein mag dafür, daß sich anfangs kein verleger in deutschland finden ließ.